Hi! Ich bin Jessica. Jessica Fleissig.
Fleissig, wie heartworking.
Reclaim agency over your state of being. Focus is your vehicle.
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In den obigen Worten fasse ich zusammen, was ich meine bis heute über Stress verstanden zu haben.
Dass Stress mein roter Faden wird, zeigte sich früh. Ich wollte nicht hinnehmen, dass sich stressen, um den Abi-Schnitt zu erhalten, den nächsten NC zu knacken, die nächste Tür zu öffnen “einfach so ist”.
In meinem Psychologiestudium schrieb ich beide Abschlussarbeiten zu dem Thema. Die Masterarbeit entstand sogar bei einem international renommierten Stressforscher in Kanada. Überrascht hat mich, das Stresskonzept mit den Erfahrungen umzudeuten, nämlich als:
Gesund eingesetzt ist Stress eine dankenswerte Energie, die uns belebt und befähigt.
Berufsbegleitend zu meinen fünf Jahren in der internationale Rekrutierung sowie Führungskräfteentwicklung, setzte ich eine zweijährige Systemische Weiterbildung für Beratung, Therapie und Aufstellungsarbeit auf mein Skill-Kit auf.
Die Theorie fand bei meinem Arbeitgeber in die Praxis, zum Beispiel mit Resilienz-Formaten für hunderte Mitarbeitende des Personalbereichs und einem englischsprachigen Resilienz-Podcast für die internationale Belegschaft.
Wenn ich tue was ich fühle, wird mein Leben was ich brauche.
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Das war meine Erkenntnis nach einem Fortbildungswochenende. Gefühle sind Überbringer von Botschaften. Nur ich kann wissen, was ich brauche. Und dazu braucht es als erstes Zugang zu mir selbst. Ja, auch und besonders zu den unangenehmen Gefühlen.
Ich bin 90s Kid, große Schwester und sieben Jahre im Ausland aufgewachsen. Mein symbolisches Denken, Ich-Verständnis und Sprache haben sich im ländlichen Katalonien, Spanien entwickelt. Mein logisches Denken und Verständnis von Kategorien in der Metropole Shanghai, China.
Ich kenne Abschiedsschmerz und den Zauber von Neuanfängen. Ich kenne Verlust und den Umgang mit Unveränderbarem. Ich weiß, wie es ist, sich fremd und anders zu fühlen. Aber auch, dass es überall Gemeinsamkeiten gibt. Tiefen Freundschaften begleiten mich über Ländergrenzen und Zeitzonen hinweg.
Resilienz ist mein Herzensthema, weil sie in jeder Lebenslage das gibt, was es gerade braucht. Sie hat Antworten, um Verantwortung einzunehmen und Handlungen auszuführen. Sie hat aber auch Antworten für Dinge, die unveränderbar sind.
Resilienz mündet für mich in die Kompetenzen sich selber ehrlich fühlen zu können, um mit dieser Erkenntnis selbstwirksam handeln zu können. Umstände, Werte und Kontexte werden dabei achtsam berücksichtigt.
Das Leben schreibt seine eigenen Twists and Turns. Aber mit Resilienz bin ich Co-Gestalterin meiner Geschichte. In meiner Erfahrung kommt Resilienz mit einem Mehr an Leben, Lieben, Lachen einher.
Ein resilienter Körper atmet tief.
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Zumindest, nachdem die Belastung aufgehört hat.
Ich hatte mal die Wahl, eine Sportverletzung durch eine Operation oder durch "probiere mal Pilates" richten zu lassen. Ihr seht, welchen Weg die Wahl genommen hat und ich bin dankbar dafür.
2012 begann ich die Trainerausbildung bei Pilates Bodymotion (c) in Köln und fing sofort an zu unterrichten. Ich kenne Unisport, kleine-gemütliche und exklusive Kontexte. Ich kenne gemischte, Frauen- und reine Männergruppen. Es gibt immer etwas zu entdecken und dazuzulernen. Jeder Kurs ist anders und das macht es so interessant.
Pilates ist für mich eine Bewegungslehre. Sie vermittelt Körpergefühl und Körperwissen und befähigt dazu, Bewegungen immer gesünder auszuführen. Mit Wiederholung schreiben wir das Programm der Muscle Memory um, die Haltung wird verinnerlicht. Somit wird die Haltung wortwörtlich verkörpert - embodied.
Embodiment von Resilienz ist ein Konzept, das ich fortlaufend entwickle. Unsere innere Haltung drückt sich in der körperlichen aus. Der Zusammenhang von Körper und Geist ist nicht neu. Mit dieser Idee reihe ich mich in einen größeren Kontext ein, zu dem ich meinen Beitrag leisten möchte. Der Wunsch ist es, dass Menschen Ressource finden, um gesund durch unsere volatilen Zeiten zu kommen.
Fotos von Sarah Calicchio & Jana Rodenbusch